TreuhandTechno
Künstlerisches Forschungsprojekt zum Zusammenhang von Technoentstehung und Treuhandabwicklung ostdeutscher Betriebe
TreuhandTechno Berlin
Wiederaufnahme der erfolgreichen Produktion TreuhandTechno Berlin aus dem Jahr 2021 im ://about blank.
Ruhe liegt in der Luft, denn die Maschinen machen kein Geräusch. (…) Ich wittere den Duft der Eskalation. (…) Die Wände weggesprengt und mein exponentiell schlagendes Herz wird stehenbleiben im Glück der Freiheit, während meine Füße weiter tanzen von Position zu Position, von Sequenz zu Sequenz. Ich taumele in die Eskalation, allein, und ewig, bis die Leere dieser Welt ausgezählt sein wird.“ (Simon Strick, Die gute Maschine von G)
Warum ist gerade JETZT die Frage nach dem Zusammenhang von Treuhandabwicklung und Technokultur in den 90er Jahren so relevant wie nie? Weil eine Historisierung der Technokultur im öffentlichen Diskurs eingesetzt hat, die Treuhand-Geschichte(n) nicht mit einbezieht. Weil die 45 km langen Treuhand-Akten 30 Jahre nach Verschluss jetzt erst frei gegeben werden. Weil die Treuhand-Abwicklungen in Ostdeutschland mit starken Verwerfungen einhergingen, an die rechte Demagogen leicht anknüpfen können. Weil derzeit die Techno-Clubs sterben, wie die Ost-Betriebe damals. Weil die Trennung von Deindustrialisierung und Jugendkultur in der Wendezeit zu einem Generationskonflikt im Osten geführt hat, der den heutigen „Emotrouble Ost“ mitprägt. Weil es an der Zeit ist, diesem Emotrouble Raum zu geben.